Glutenfreie Nahrungsmittel sind gefragter denn je. Viele Bioläden haben ihr Sortiment erweitert und auch die Drogerien und Supermärkte sind auf den Zug aufgesprungen. Doch wie gesund ist die glutenfreie Ernährung wirklich und warum ist es in manchen Fällen nicht ratsam, sich glutenfrei zu ernähren?

Zöliakie oder Gluten-/Weizensensitivität

Für eine glutenfreie Diät gibt es heutzutage viele Gründe. Zum einen kann es daran liegen, dass man für sich beschlossen hat, im Zuge einer Diät glutenfreie Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, um Gewicht zu verlieren. Oder man fühlt sich einfach besser und verzichtet auf glutenhaltige Lebensmittel, um das Gefühl eines Bläh-Bauchs zu vermeiden. Die dritte Möglichkeit ist die, dass man schlichtweg keine andere Wahl hat, als sich glutenfrei zu ernähren, da man an Zöliakie leidet.

Doch was ist eigentlich Gluten?

Gluten ist der Kleber, der die Lebensmittel zusammen hält. Die Getreidesorten Weizen, Roggen, Dinkel, Hafer, Kamut, Emmer, Einkorn, Hartweizen und weitere enthalten Gluten und sind daher schädlich für Menschen, die an Zöliakie leiden. Die Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit verursacht bei chronisch Erkrankten eine Entzündung der Darmschleimhaut und die damit einhergehende Zerstörung der Darmzotten. Das ist oftmals mit Schmerzen und Übelkeit verbunden. Bei der Weizensensivität verhält es sich etwas anders. Die Betroffenen haben zwar nicht mit diesen Schäden zu rechnen, jedoch sind Blähungen und Völlegefühl nicht ausgeschlossen. Die glutenfreien Lebensmittel helfen daher, sich besser zu fühlen. Auch Reisen müssen diesbezüglich immer gut geplant werden. Möchte man beispielsweise spontan in den Winterurlaub in die Schweiz, sollte man sich im Hotel Engelberg oder ähnlichen Unterkünften entsprechend informieren.

Warum man lieber nicht auf Gluten verzichten sollte

In manchen Fällen kann es vorkommen, dass ein Verzicht auf Gluten nicht hilfreich ist. Vorerst sollte man sich darüber im Klaren sein, dass der Verzicht im Zuge einer Diät keine Veränderungen herbeiführen kann, da sich in der Menge der Kalorien keine Unterschiede feststellen lassen. Glutenfreie Ernährung oder Lebensmittel sind vorwiegend aus Mais, Reis oder Kartoffeln, die sich in der Menge an Kohlenhydraten kaum abheben von glutenhaltigen Nahrungsmitteln. Der Verzicht auf Vollkorn-Produkte kann sogar einen negativen Effekt auf den Körper haben. Daher wird bei einer gesunden Reaktion auf glutenhaltige Lebensmittel davon abgeraten sich das Klebereiweiß zu verwehren. Auch der Verzicht auf Gluten für Kinder ist nicht zwangsläufig der richtige Weg, solange eine Unverträglichkeit oder Sensitivität nicht nachgewiesen wurde.

Glutenverzicht aus Marketinggründen

Abschließend lässt sich sagen, dass vor allem mit der neuen Sichtweise auf eine bewusste Ernährung auch viele Trends in die falsche Richtung gelenkt wurden, um bewusste Esser davon zu überzeugen, dass dies der richtige Weg sei. Sollte man sich nicht sicher sein, ob eine Glutenunverträglichkeit gegeben ist, ist es ratsam, den Hausarzt zu diesem Thema zu befragen. Marketingtechnisch freut es natürlich die Betroffenen, die tatsächlich auf Gluten verzichten müssen, am meisten, denn nun haben auch sie eine größere Auswahl an Lebensmittel-Alternativen, die bereits in den Supermarktregalen zu mehr oder weniger erschwinglichen Preisen angeboten werden.